Menü ☰

Modellentwicklung des T2

Schwerpunkt dieser Übersicht sind im Wesentlichen die optischen Unterscheidungsmerkmale der diversen T2-Modelljahre. Weitere Informationen folgen in Kürze in der Modellkunde im Forum von bulli.org (forum.bulli.org). Dort wird auch näher auf Einsatzfahrzeuge und Camper eingegangen werden. Der Autor der unten folgenden Übersicht ist Andreas Plogmaker *4. Vielen Dank!

Modelljahr: 1968 | 1969 | 1970 | 1971 | 1972 | 1973 | 1974 | 1975 | 1976 | 1977 | 1978 | 1979

Modelljahr 1968 (08.67 - 07.68)

Vorstellung des T2a in 08.1967. Seiner Linie treu geblieben, behielt der im nachhinein T2a genannte neue Transporter T2 als Nachfolger des T1 die umlaufende Gürtellinie. Allerdings gönnte man ihm eine große gewölbte (Panorama-) Frontscheibe und eine ganz andere Frontgestaltung ohne spitz zulaufende Nase. Anstelle der seitlichen Lüfteinkässe erhielt der T2a "Ohren" in den hinteren Karosserieecken. Erhältlich war er mit einem modifziertem Typ 1-Motor, der eine Leistung von 47 PS erbrachte. Motorkennbuchstabe B.

Merkmale des 68er Modelljahrgangs gegenüber anderen Modelljahrgängen:

  • Innenspiegelsteg verchromt
  • Türgriffe mit außenliegenden Druckknöpfen zum Öffnen am Schlüsselloch („Außendrücker“) inkl. Türpinne
  • außenliegende Trittstufen vorn an dreiteiliger Frontstoßstange
  • Tacho-Kombi-Instrument mit untenliegender km-Anzeige
  • bis ca. 12.67 keine Embleme auf Schaltern für Licht und Wischer
  • bis ca. 07.69 keine Schriftzüge auf den Anzeigen wie Öl im Kombi-Instrument
  • SSD beim Typ 24 Bus L erst ab 01.68
  • Clipper L zweifarbig: Wagenfarbe und wolkenweißes Dach, umlaufende Zierleisten auf Gürtellinie (außer unterhalb Frontscheibe)
  • ursprünglich von VW vorgesehene Bezeichnung Clipper N (Typ 22) bzw. Clipper L (Typ 24) hat sich bei Fans des T2a durchgesetzt bis zum Modelljahr 1972
  • Westfalia-Camper erst ab 01.68 bis auf Prototypen
  • Hochdach auf GFK für Kasten Typ 21 ab 01.68, auch mit hoher Schiebetür
  • gewölbte Radkappen („Suppenteller“) auf Felgen mit Lochkreis 5/205
  • Schottwand zwischen Tank und Motor ab 05.68
  • Fg.-Nr.: Ziffer 1+2 geben den Typ an, dritte Ziffer der Fg-Nr. gibt Modelljahr an (hier: 8), gefolgt von sechsstelliger lfd. Nr. (z.B. 238 012 345)

Nach oben

Modelljahr 1969 (08.68 - 07.69)

Merkmale des 69er Modelljahrgangs:

  • Türgriffe mit innenliegendem Öffner („Innendrücker“)
  • Entfall der Türpinne
  • Innenspiegelsteg verkleidet
  • Fg.-Nr. jetzt mit der dritten Ziffer "9" statt "8" (z.B. 239 012 345)

Sonst im Wesentlichen identisch mit dem Modelljahr 1968.

Nach oben

Modelljahr 1970 (08.69 - 07.70)

Merkmale des 70er Modelljahrgangs:

  • Tacho-Kombi-Instrument mit oberhalb der Tachonadel befindlicher km-Anzeige
  • Unterhalb Fahrerhauskabine anstelle gerader Längsträger nun Y-förmige Träger zur Verbesserung der Innensassensicherheit
  • Innenspiegel deutlich kürzer
  • Armaturenbrett nun mattschwarz lackiert anstelle Wagenfarbe
  • leicht verbreiterter Radstand vorn mit neuer Achse
  • Fg.-Nr. jetzt mit dritter Ziffer "0" statt "9", gefolgt von einer Zusatzziffer 2 (für Zweitvergabe der 0) und wiederum der sechsstelligen lfd.-Nr. (z.B. 230 2 012 345)

Nach oben

Modelljahr 1971 (08.70 - 07.71)

Mit diesem Modelljahr erfolgten erste einschneidende Veränderungen an der Optik des T2a.

Merkmale des 71er Modelljahrgangs:

  • Scheibenbremsanlage vorn mit verändertem Lochkreis 5/112 und flachen Radkappen („Frisbee“)
  • ausgestellter Radlauf hinten bis 12.70 spitz zulaufendes Blech
  • ausgestellter Radlauf hinten ab 01.71 abgekantetes Blech und gerade Abschnitt
  • ab 02.71 neue Westfalia-Ausstattung (Luxemburg, Helsinki, Madrid)
  • Clipper L Typ 24 nun zweifarbig in Grundfarbe pastellweiß, unterhalb Gürtellinie andersfarbig (anstelle Grundfarbe mit wolkenweißem Dach).
  • Motorleistung nun 50 PS, Motorkennbuchstabe AD
  • Clipper L zusätzlich mit oberer Farbe schwarz lieferbar
  • Zweifarblack auf Wunsch auch für Clipper N, Kombi und Westfalia möglich
  • Innenausstattung Clipper nur noch einfarbig statt zweifarbig abgesetzt
  • Fg.-Nr. jetzt mit dritter Ziffer "1" statt "0", gefolgt von einer Zusatzziffer 2 (für Zweitvergabe der 0) und wiederum der sechsstelligen lfd.-Nr. (z.B. 231 2 012 345)

Nach oben

Modelljahr 1972 (08.71 - 07.72)

Mit diesem Modelljahr erfolgten erhebliche Änderungen in der Optik und auch Technik, die diesem Modell den Namen "Zwitter" oder "Zwischenmodell" gegeben haben, wobei sich aber die Bezeichnung "T2ab" durchzusetzen scheint. Fans sprechen in diesem Modelljahr letztmalig vom Clipper bei den höherwertigen Busmodellen Typ 22 bzw. Typ 24.

Merkmale des 72er Modelljahrgangs:

  • ausgestellte Radläufe (Kniestücke) vorn
  • eckige Lufteinlässe (Ohren) in den hinteren Ecken
  • senkrechte Rückleuchten (vom späteren T2b) hinten
  • Entfall des herausschraubbaren Heckblechs
  • schmalere Motorklappe mit längerem Kennzeichenfeld zum Anbringen eines einzeiligen Kennzeichens anstelle Kuchenblech zweizeilig
  • Verlagerung des Tankeinfüllstutzens nach hinten (Betankung mit offener Schiebetür möglich)
  • Motorklappe mit Wulst der Kennzeichenbeleuchtung bis 12.71 deutlich kürzer
  • Motorklappe mit Wulst der Kennzeichenbeleuchtung ab 01.72 bis zu den Rändern der Motorklappe verlängert
  • Sandfangbleche zwischen hinteren Karosserieecken und Heckstoßstange bis 12.71, danach Entfall
  • bis 12.71 Zierleisten Clipper L auf vorderen Türen vor Seitenspiegel spitz zulaufend
  • ab 01.72 Zierleisten Clipper L auf vorderen Türen vor Seitenspiegel rund zulaufend
  • Motorleistung 50 PS, Motorkennbuchstabe AD
  • Motorleistung 66 PS, Motorkennbuchstabe CA, 1,7 L
  • Fg.-Nr. jetzt mit dritter Ziffer "2" statt "1", gefolgt von einer Zusatzziffer 2 (für Zweitvergabe der 0) und wiederum der sechsstelligen lfd.-Nr. (z.B. 232 2 012 345)

Nach oben

Modelljahr 1973 (08.72 - 07.73)

Das Modelljahr lässt die Entwicklung des T2 vom T2a bis zum T2b (optisch) noch klarer werden. Ab diesem Modelljahrgang wird vom T2b gesprochen.

Merkmale des 73er Modelljahrgangs:

  • Kombi-Instrument mit Tacho anfangs noch wie T2a mit Chromringen
  • Tacho etc. des Kombi-Instruments später nur noch grau lackiert anstelle abgesetzt mit Chromringen
  • Entfall der dreiteiligen Frontstoßstange durch Verlagerung der Trittstufen nach innen
  • Einführung eines Deformationselements vorn (sichtbar hinter Frontstoßstange)
  • Frontblinker nun links und rechts neben dem geänderten Lüftungsgitter angeordnet
  • Entfall des Deformationselements bei Typ 23 (Feuerwehr) und 21F ab Werk für höheren Böschungswinkel
  • Einführung der Kastenstoßstangen (Eisenbahnschienen) für vorne und hinten
  • letztmalig Westfalia-Aufstelldach vorne angeschlagen mit Gepäckwanne hinten
  • Entfall Schriftzug "Volkswagen" auf Heckklappe
  • Wischerarme und Wischerblätter schwarz statt silber
  • Wartungsklappe für 1,7 L-Motor im Innenraum über Motor
  • Papierluftfilter anstelle Ölbadluftfilter beim 1,6 L
  • Motorleistung 50 PS, Motorkennbuchstabe AS
  • Motorleistung 66 PS, Motorkennbuchstabe CA, 1,7 L
  • Automatik statt Handschaltgetriebe bei 1,7 L möglich
  • Fg.-Nr. jetzt mit dritter Ziffer "3" statt "2", gefolgt von einer Zusatzziffer 2 (für Zweitvergabe der 0) und wiederum der sechsstelligen lfd.-Nr. (z.B. 233 2 012 345)

Nach oben

Modelljahr 1974 (08.73 - 07.74)

Kleine Entwicklungsschritte wie üblich.

Merkmale des 74er Modelljahrgangs:

  • Tankverschluß außenliegend statt Tankklappe
  • Bus L serienmäßig mit Chromstoßstangen
  • Griffmulde Schiebetür geändert, Schiebetür durch Drehen des Griffs nach oben nicht mehr sanft andrückbar, dadurch Schloß für Schiebetür außerhalb Schiebetürgriff
  • Tacho etc. des Kombi-Instruments nur noch grau lackiert anstelle abgesetzt mit Chromringen
  • erstmals Westfalia-Aufstelldach hinten angeschlagen mit Gepäckwanne vorne und Bugradkiste
  • Zierleisten an den Seiten beim Bus L nun unterhalb Gürtellinie in Höhe der Türgriffe anstelle Gürtellinie, außer Westfalia-Camper (Gürtellinie ab Westfalia mgl.)
  • Motorleistung 50 PS, Motorkennbuchstabe AS
  • Motorleistung 68 PS, Motorkennbuchstabe AP, 1,8 L
  • Automatik statt Handschaltgetriebe bei 1,8 L möglich
  • Fg.-Nr. jetzt mit dritter Ziffer "4" statt "3", gefolgt von einer Zusatzziffer 2 (für Zweitvergabe der 0) und wiederum der sechsstelligen lfd.-Nr. (z.B. 234 2 012 345)

Nach oben

Modelljahr 1975 (08.74 - 07.75)

Optisch für Laien kaum vom 74er Modelljahrgang zu unterscheiden.

Merkmale des 75er Modelljahrgangs:

  • Motorleistung 50 PS, Motorkennbuchstabe AS
  • Motorleistung 68 PS, Motorkennbuchstabe AP, 1,8 L
  • Automatik statt Handschaltgetriebe bei 1,8 L möglich
  • Fg.-Nr. jetzt mit dritter Ziffer "5" statt "4", gefolgt von einer Zusatzziffer 2 (für Zweitvergabe der 0) und wiederum der sechsstelligen lfd.-Nr. (z.B. 235 2 012 345)

Nach oben

Modelljahr 1976 (08.75 - 07.76)

Optisch für Laien kaum vom 75er Modelljahrgang zu unterscheiden.

Merkmale des 76er Modelljahrgangs:

  • Heckklappen- und Motorklappenschloß nun aus Kunststoff anstelle verchromten Gusses
  • Tacho etc. des Kombi-Instrumentes schwarz lackiert anstelle grau
  • Westfalia-Camper nur noch Helsinki und Berlin mgl.
  • Motorleistung 50 PS, Motorkennbuchstabe AS
  • Motorleistung 70 PS, Motorkennbuchstabe CJ, 2,0 L
  • Automatik statt Handschaltgetriebe bei 2,0 L möglich
  • Fg.-Nr. jetzt mit dritter Ziffer "6" statt "5", gefolgt von einer Zusatzziffer 2 (für Zweitvergabe der 0) und wiederum der sechsstelligen lfd.-Nr. (z.B. 236 2 012 345)

Nach oben

Modelljahr 1977 (08.76 - 07.77)

Kleine optische Veränderungen erlauben eine Unterscheidung zum Modelljahr 1976

Merkmale des 77er Modelljahrgangs:

  • Motorklappenscharnier nicht mehr massiv breit, sondern optisch eher wie Haken („Drahthakenscharniere“)
  • Motorleistung 50 PS, Motorkennbuchstabe AS
  • Motorleistung 70 PS, Motorkennbuchstabe CJ, 2,0 L
  • Automatik statt Handschaltgetriebe bei 2,0 L möglich
  • Fg.-Nr. jetzt mit dritter Ziffer "7" statt "6", gefolgt von einer Zusatzziffer 2 (für Zweitvergabe der 0) und wiederum der sechsstelligen lfd.-Nr. (z.B. 237 2 012 345)

Nach oben

Modelljahr 1978 (08.77 - 07.78)

Vorletzter Modelljahrgang des T2

Merkmale des 78er Modelljahrgangs:

  • Fg.-Nr. jetzt mit dritter Ziffer "8" statt "7", gefolgt von einer Zusatzziffer 2 (für Zweitvergabe der 0) und wiederum der sechsstelligen lfd.-Nr. (z.B. 238 2 012 345)

Nach oben

Modelljahr 1979 (08.78 - 07-79)

Letzter Modelljahrgang des T2

Merkmale des 79er Modelljahrgangs:

  • Fg.-Nr. jetzt mit dritter Ziffer "9" statt "8", gefolgt von einer Zusatzziffer 2 (für Zweitvergabe der 0) und wiederum der sechsstelligen lfd.-Nr. (z.B. 239 2 012 345)

Nach oben

T2 im Ausland

Vor und nach dem offiziellen Produktionsende in Deutschland wurden T2-Modelle im Ausland gefertigt. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Weiterführende Literatur

Für weitere Infos über den T2 sei folgende „Pflichtlektüre“ empfohlen – erhältlich im Clubshop der IG T2, übrigens mit Angeboten vieler weiterer VW Bus-Bücher und Modelle:

  • Martin Schupp, Joachim Ade, Andreas Plogmaker: „VW-Nutzfahrzeuge", Verlag Friedel Fiedler, 1. Auflage 2007 | Info und Bestellung
  • Vincent Molenaar, Alexander Prinz: „VW Transporter and Microbus: Specification Guide 1967-1979, Crowood Pr, 1. Auflage 2005 | Info und Bestellung