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DIE ZUKUNFTSSTRATEGIE

Entwicklung einer Zukunftsstrategie für die IG T 2

Hallo liebe IG T2ler und Freunde des T2's,

wie im Schreiben unten berichtet, hat mich der Vorstand der IG T 2 beauftragt, eine Zukunftsstrategie für den Verein zu entwickeln. Zu diesem Zweck war meine erste Aufgabe, die momentane Situation des Vereins zu analysieren.

Hierfür habe ich mich in der ersten Phase des Projektes zunächst mit jedem der Vorstandsmitglieder getroffen und erfahren, warum sie in den Verein eingetreten sind, wie der Verein gegründet wurde, was Ihre Aufgaben und Verantwortlichkeiten, Ideen für die Zukunft sind und vieles mehr.

Der nächste Schritt Phase 2 war es, Mitglieder, aber auch Nichtmitglieder bezüglich der IG T2 zu befragen. Natürlich kommt den Stammtischen bei der Analyse eine besondere Bedeutung zu. Warum? Hier wird oft monatlich unser Lieblingshobby gemeinsam diskutiert, gemeinsame Ausfahrten gemacht. Sehr interessant. Also machte ich mich auf, die Republik zu bereisen und diese Menschen über das Projekt zu informieren und zu befragen. Zwischen diesen Reisen im Januar/Februar habe ich noch einzelne Mitglieder mit besonderem Wissen, Vergangenheit in Bezug auf Verein und T2 in Videokonferenzen und Telefonaten intensiv befragt. Es ist beachtlich, was für ein Interesse an der Befragung zu spüren war.

Bisher hatte ich persönlich nur ein paar Mal den Stammtisch im Ruhrgebiet besucht, dennoch haben sich aus diesen Besuchen enge Freundschaften ergeben.

Nachdem ich – wohnhaft in der Nähe von Düsseldorf – zunächst den Stammtisch Ruhrgebiet besucht habe, ging es zu Detlev und den Freunden vom Stammtisch OWL in Lippstadt dann nach Köln zu Max und vielen weiteren netten Menschen.

Eigentlich sollte es dann zum neu gegründeten Stammtisch Vorpommern von Frank in Greifswald gehen, was scheiterte, weil die Lokführer anderes im Sinn hatten. Stammtisch BOA in Warthausen und Süd/München folgten … Ab und zu waren diese Diskussionen so intensiv, dass wir z.B. um 23:00 Uhr aus der Kneipe geworfen wurden und bei Andreas in der Garage weiter getagt haben. Beim Bereisen der Stammtische wurde mir klar, wo das Herz des Vereins pocht und tatsächlich das Vereinsleben stattfindet. Stammtisch hört sich für Menschen, die diese nicht besuchen, zunächst nach viel Essen und noch mehr Trinken an. Aber es ist etwas völlig anderes, es ist der Platz, wo man sich über sein Lieblingshobby austauscht, einem geholfen wird, wenn es mal mit dem Bus nicht so funktioniert, wie man es sich erhofft, und wo dann irgendwann mal aus Vereinskollegen Freunde werden. Wenn man das Spektrum der Dinge neben den monatlichen Treffen beleuchtet, passiert da unheimlich viel von gemeinsamen Ausfahrten, Schrauberkursen, Organisation von Messen usw. Aber auch eins ist allen Stammtischen gemein ... sie sind unterschiedlich.

Dennoch, zusammengebracht hat sie der Verein, der das „Dach“ all dieser Aktivitäten ist. Und genau hierum geht es, dieses „Dach“ mit dem erreichten und dem zukünftig gewünschten (Mitgliederbefragung) zu ergänzen. Aber eigentlich wollte ich ja nicht über Stammtische schreiben, sondern warum ich diese bereist habe. Ich wollte die Struktur und die Aktivitäten kennenlernen, aber vor allem 2 Dinge erfahren:

  • Warum sind die Mitglieder in den Verein eingetreten (und wie sie darauf aufmerksam wurden)
  • Was erwarte ich vom Verein, was sind meine Wünsche?

Gerade die zweite Frage ist der Kern für die Zukunft des Vereins. Es ist das, warum wir im Verein sind und die Informationen, die ich erhalten habe, münden in einem Fragebogen zur Mitgliederbefragung, die Ende März stattfinden soll. Spannend, aber nicht überraschend war es, dass eigentlich alle Mitglieder aus 2 Gründen in den Verein eingetreten sind: 1. Gemeinsame Aktivitäten in Zusammenhang mit dem T2 unternehmen und sich über Ihr Hobby austauschen. 2. Technische Hilfestellung und Wissen zu Ihrem T2 zu bekommen, um das Fahrzeug zu fahren und die Zeit damit zu genießen.

Natürlich gibt es Unterschiede, manchen sind die gemeinsamen, sozialen Aktivitäten wichtiger als das Schrauben und das Wissen darum oder umgekehrt. Aber was die 2 Punkte aussagen, ist, dass dies für den Verein und die Verantwortlichkeiten der Fokus all ihrer Aufgaben sein muss. Punkt! Alles andere tritt in den Hintergrund. Nun die Frage: Wie können wir die 2 Punkte am besten zufriedenstellen oder anders gefragt, was müssen wir dazu tun? Genau das habe ich bei meinen Gesprächen mit Euch erfahren und nun wurde es bei den Diskussionen mit Euch spannend.

Anbei ein Schaubild einiger Punkte die Ihr genannt habt:

Dieses Schaubild ist ein erster Entwurf für die Inhalte des Fragebogens, basierend auf Eurem Input, aber er ist natürlich nicht komplett. Es stehen ja noch Befragungen mit Stammtischen, Mitgliedern und Nichtmitgliedern aus. Die Punkte, die ich exemplarisch oben aufgeführt habe, sind Themen, die den meisten Befragten wichtig sind. Diese und viele andere Punkte sind es auch, die dann Ende März im Fragebogen auftauchen werden.

Dieser Fragebogen wird Euch als BIB (Bus Info Brief) auf dem Postweg zugesandt, Ihr könnt online ausfüllen, aber auch klassisch per Fragebogen, damit möglichst alle 750 und ein wenig mehr Mitglieder an der Befragung teilnehmen können.

Gruß
Holger *033

Vorstellung des Projektes

Vereinsstrategie für die Zukunft der Interessensgemeinschaft T2
Freunde des VW-Busses 1967-1979 e. V.

Wie Roland im Vorwort bereits erwähnte, möchte sich die IG T2 für die Zukunft neu aufstellen. In Augsburg fragte mich Roland, ob ich für den Verein basierend auf meiner beruflichen Erfahrung ein Projekt durchführen kann, um den Verein erfolgreich in die Zukunft zu begleiten.

Zu meiner Person:
Mein Name ist Holger Thiesse. Ich bin verheiratet mit meiner Frau Annette und Vater von zwei Kindern. Seit 2017 nenne ich als stolzer Besitzer den braun-beigen Wüstenbulli aus Arizona mein Eigen. Seit einigen Jahren bin ich Mitglied im Verein. Beruflich nahm ich bis 2017 verschiedene Führungspositionen in der Textilbranche wahr, zuletzt als Senior Vice President Esprit als Geschäftsführer für den gesamten Lifestylebereich. Nachdem ich Esprit verlassen hatte, gründete ich meine Beratungsgruppe „The-White-Room“, in der ich talentierte Menschen verbinde, um neue Lösungen für Unternehmen, Institute, gemeinnützige Organisationen - wie z. B. die Welthungerhilfe und Vereine - zu entwickeln.

Nachdem ich einige Gespräche mit Roland und dem Vorstand geführt hatte, bei denen ich einen Projektentwurf präsentierte, beschloss der Vorstand am 11.11.2023, mich mit der Leitung des Projektes zu beauftragen. Wenn man sich vor Augen hält, was die Definition eines Vereins ist, ist es klar für mich als Berater, was meine Aufgabe ist: 

Ein Verein iSd §§ 21 ff. BGB ist ein auf Dauer angelegter Zusammenschluss von Personen zur Verwirklichung eines gemeinsamen Zwecks mit körperschaftlicher Verfassung (Vorstand und Mitgliederversammlung als Organe), der einen Gesamtnamen führt, nach außen als Einheit auftritt und in seinem Bestand vom Mitgliederwechsel unabhängig ist.

Fünf Wörter stellen für das Projekt die Vorgehensweise dar: „Zusammenschluss von Personen“ und „gemeinsamer Zweck“. Um es auf einen Punkt zu bringen: Die Organe des Vereins müssen es schaffen, die Wünsche der Mitglieder des T2-Vereins zu erfüllen! Der Vereinszweck muss diese eindeutig wiedergeben. Damit fängt nun das Projekt an. Gerade Vereine, die vor Jahrzehnten gegründet wurden, hatten damals eine Ursprungsidee, warum sie sich zusammenschlossen. In unserem Falle ging es damals vereinfacht gesagt ums gemeinsame Schrauben und gemeinsame Treffen (... und natürlich auch mehr). Über die Jahre kamen immer mehr Mitglieder dazu und der Verein wurde größer. Dinge verselbständigten sich.

Viele Vereine stellten sich an einem gewissen Punkt verschiedene Fragen zu der Zukunft ihres Vereins. Sind wir auf dem richtigen Weg? Spiegeln wir die Wünsche unserer Mitglieder wider? Wie kann ein Verein, der sich mit T2s auseinandersetzt, in der digitalen, elektrischen Zukunft aussehen? Und, und, und …

Das Projekt besteht aus 3 Phasen:

Phase 1 – Analysephase
Es erfolgt die Analyse der momentanen Situation des Vereins wie z. B. Historie, Ablaufstruktur, Verantwortlichkeiten etc.

Phase 2 – Entwicklungsphase
Zur Informationsbeschaffung bedient man sich eines zu erstellenden Fragebogens, um die Wünsche der Mitglieder zu erfahren, wie auch die Befragung des Vorstandes, der Stammtische, der Referats-Beauftragte etc. Die Entwicklung einer Zeitachse für die anstehenden Aufgaben ist ebenfalls notwendig. In der Umfeldanalyse wird eruiert, was andere Vereine gut machen etc.

Phase 3 – Umsetzungsphase

Es erfolgt die Entwicklung eines Strategiepapiers, indem festgehalten wird, wie und von wem die zukünftigen Aufgaben umgesetzt werden sollen; ebenso die Definition von Prioritäten mit realistisch umsetzbaren Ideen.

Soweit die Theorie, aber machen wir uns nichts vor, ein Verein mit nahezu 800 Mitgliedern und in der Zukunft sicherlich mehr Mitgliedern, braucht gute Strukturen, die auch vom Vorstand und den Mitgliedern gestemmt werden können.

Das Wichtigste ist aber, dass der Verein die Wünsche der Mitglieder kennt und umsetzt. Hierzu brauchen wir eure Hilfe. Sei es bei der Beantwortung der Fragebögen, dem Einsatz der Mitglieder bei Veranstaltungen, Treffen und auch bei der Übernahme von Ämtern, die den Ablauf des Vereins gewährleisten.

Ich werde nun in den nächsten Monaten mit euch bei Stammtischtreffen persönlich reden, um eure Wünsche zu verstehen. Ich werde versuchen, mit allen im Verein in Verantwortung Stehenden persönlich zu sprechen. Jeder, der Ideen und Wünsche hat, darf sich gerne bei mir melden. Am Ende des Projektes werde ich eine Zusammenfassung erstellen, die die Basis für die Zukunft des Vereins darstellt und dem Vorstand als Arbeitsanweisung die Sicherheit gibt, die Wünsche der Mitglieder bestmöglich zu realisieren.

Holger*033

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